Angola
Das unentdeckte Juwel Afrikas 15.09.25-28.09.25
Luanda
Luanda wurde 1576 gegründet und ist heute mit über 9Mio EW die 4. grösste Hauptstadt Afrikas und die drittgrösste portugiesischsprachige Stadt hinter São Paulo und Rio. Vom 17.-19.Jh war es ein Zentrum des Sklavenhandels nach Brasilien, in die Karibik und die USA. Nach der Abschaffung der Sklaverei 1836 erlitt Luanda eine wirtschaftliche und soziale Krise. Erst der Handel dank der Eisenbahnstrecke (1888) brachte wieder einen wirtschaftlichen Aufschwung. 1930 erhielt Luanda Elektrizität, 1945 einen neuen Hafen. Rund um Luanda haben sich Musseques (Slums) ausgebreitet. Hier mangelt an Infrastruktur und es herrscht grosse Armut. Das Einkommen liegt unter 120$/Monat und reicht meist nicht für die Schule.
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Kalandula Fälle
Wir fahren ca 350km in den Osten und erreichen nach einem kurzen Stopp in Dondo am Kwanza Fluss, Malanje. Zuerst geht es zu den Pedras Negras von Pungo Andongo, imposanten, schwarzen Steinformationen. Anschliessend besuchen wir die Kalandula-Fälle, die zweitgrössten und wasserreichsten Wasserfälle Afrikas, über die der Lucala Fluss 105m in die Tiefe stürzt. Auf der Rückfahrt halten wir in einem Botanischen Garten in N'dalatando.
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Lubango
Vom neuen Flughafen in Luanda aus fliegen wir ca 1.5h nach Lubango. Die Siedlung entstand, als sich 1882 etwa 1000 Siedler aus Madeira in dieser Gegend niederliessen. 1923 wurde die Stadt an die Moçâmedes-Bahn angeschlossen und erhielt so Zugang zum wichtigen portugiesischen Hafen Moçâmedes (Namibe). Mit knapp 1 Mio EW ist Lubango heute die zweitgrösste Stadt Angolas und liegt auf ca 2200m Höhe auf dem Huíla-Plateau. Am Tundavala Gap kann man eindrucksvoll sehen wie dieses Hochplateau über die Grosse Randstufe über 1500m zum Meer hin abfällt.
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Namibe
Von Namibe aus fahren wir in den Iona NP (15150 km²), der sich entlang der Skelettküste in Namibia fortsetzt und direkt an die Namib, der ältesten Wüste der Welt grenzt. Nach den Sanddünen kommen wir zur Arco Lagune (ausgetrocknet) mit zwei Sandstein Torbögen und den Curoca Hills Canyon mit imposanten Steinformationen. In dieser Gegend findet sich auch die endemische Welwitschia mirabilis, eine Wüstenpflanze die über 1000 Jahre alt werden kann.
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Nguendelengo
Besuch des Nguendelengo Stammes, einer halbnomadischen Hirtenkultur.
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Mwila
Besuch des Mwila-Stammes, der bekannt für seine Tänze, Frisuren und charakteristischen Schmuckstücke ist.
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Benguela
Nach Besuch eines Strassenmarktes geht's auf Pirschfahrt durch die Savannenlandschaft des AMAC Parks. Anschliessend besichtigen wir Benguela, eine wichtige Hafenstadt, die 1617 von Portugiesen gegründet wurde und für den Sklavenhandel von grosser Bedeutung war. Von ihr haben auch der Benguela-Strom (kalte Meeresströmung aus der Antarktis) und die Benguela-Eisenbahn (wichtige Verbindung in den Kongo) ihren Namen. Etwas weiter nördlich liegt Lobito mit dem zweitgrößten Hafen des Landes.
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Kissama NP
Der 10000 km² grosse NP wurde 1938 gegründet. Während des Bürgerkrieges wurden jedoch durch illegales Jagen die meisten Tierarten ausgerottet. Als der Nationalpark 2000 wiedereröffnet wurde, wurden dank Spendengeldern mit der Operation "Noah's Arche“ eine der grössten Relokalisierungsprojekte von Wildtieren der Geschichte durchgeführt. Mit Transportflugzeugen wurden rund 100 Wildtiere in Kisten aus Botswana und Südafrika in den Kissama-NPs gebracht.
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Sangano
Wir verbringen etwas Zeit am Strand von Sangano, wo wir Fischern bei der Arbeit zusehen. Am Weg zurück nach Luanda halten wir am Aussichtspunkt Miradouro da Lua, mit tollem Blick auf Erdpyramiden, die einer Mondlandschaft ähneln sollen. Ein Besuch eines Marktes und des Sklavereimuseum, wo Sklaven vor ihrer Veschiffung zwangsgetauft wurden beenden unsere Rundreise.
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